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Du lebst meinen Traum!

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ich höre oft die Aussage: " Du lebst meinen Traum."


Doch was genau bedeutet dieser Traum?

Ist es wirklich der Traum, jeden Tag 14 Stunden oder mehr körperlich zu arbeiten?

Kaum Urlaub zu haben, keine freien Wochenenden, keine Freizeit?

Oft absagen müssen, wenn Familie und Freunde feiern, weil plötzlich Notfälle anstehen?


Ist es dein Traum, schlaflose Nächte zu verbingen, gequält von den Bildern und dem unermässlichen Tierleid, das man sieht und nicht mehr vergessen kann?

Tag für Tag zuschauen das genug Spenden eingehen, während man zwischen den Anforderungen der Selbstständigkeit und der Versorgung des Hofes hin und hergerissen ist. Was passiert, wenn ich wochenlang nicht arbeiten kann weil Tiere krank sind, zu wenig Helfer vor Ort und am Ende des Monats nicht genug auf dem Konto habe? Wen ich kein Geld habe um micht kranken zuversichern?


Die meisten Tierschutzhöfe werden privat geführt, und die Menschen, die sie leiten, müssen alles daran setzten, sich selbst zu finanzieren. Das bedeutet dass ein zusätlicher Job in den ohnehin schon viel zu langen Tagen integriert werden muss. Geld ist knapp und das ist eine unglaubliche Herausforderung!


Ja, ich liebe mein Leben, ich habe diese Wahl vor Jahren selbst getroffen. Ich leite diesen Tierschutzhof und habe vor vielen Jahren entschieden, diesen Weg zu gehen.

Aber es ist nicht die romantisierte Vorstellung, die viele haben. Es sind nicht nur die schönen Momente, in denen ich mit den Tieren im Sonnenuntergang auf der Weide kuschle - diese sind selten und kostbar.


Mit der Gründung dieses Lebenshofes und der Entscheidung, mein Leben dem Tierschutz zu widmen, habe ich meine Seele verkauft. Ich trage Bilder in mir, die ich mein ganzes Leben lang nie vergessen werde. Es ist ein existenzieller Kampf, der mir viel abverlangt, aber ich bin hier, weil ich es gewählt habe.


Also stelle ich die Frage: Was ist dein Traum wirklich?

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